{"id":266,"date":"2010-02-12T10:22:26","date_gmt":"2010-02-12T09:22:26","guid":{"rendered":"http:\/\/madsenfanclub.de\/news\/?p=266"},"modified":"2010-02-12T10:22:26","modified_gmt":"2010-02-12T09:22:26","slug":"cover-und-veroffentlichungstermin-von-labyrinth","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/madsenfanclub.de\/news\/2010\/02\/12\/cover-und-veroffentlichungstermin-von-labyrinth\/","title":{"rendered":"Cover und Ver\u00f6ffentlichungstermin von LABYRINTH"},"content":{"rendered":"<p>Nun ist es offiziell. Am 23.April 2010 wird das neue MADSENalbum &#8222;Labyrinth&#8220; in  den L\u00e4den stehen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/madsenfanclub.de\/neues\/wp-content\/uploads\/2010\/02\/madsen_labyrinth_cover_gros.gif\" alt=\"MADSEN Labyrinth Cover gro\u00df viertes Album\" height=\"465\" width=\"465\" \/><\/p>\n<p>Dazu schreibt der Musikjournalist <span class=\"txtgrau\">Lars Brinkmann:<\/span><\/p>\n<p><em><span class=\"txtgrau\">Nur wer eine Herausforderung annimmt, kann sich  mit etwas Gl\u00fcck und Geschick sp\u00e4ter \u00fcber einen Sieg freuen. Das muss  kein Sieg auf ganzer Linie sein. Oft sind es ja auch gerade die kleinen  Triumphe im Leben, die wirklich z\u00e4hlen. Nicht der Sieg an sich, sondern  das erhabene Gef\u00fchl, es geschafft zu haben. Bei den Aufnahmen zu ihrem  vierten Album haben sich MADSEN einer besonderen Herausforderung  gestellt. Und das Ergebnis, \u201cLabyrinth\u201d,\u00a0 l\u00e4sst keinen Zweifel an ihrem  Gl\u00fcck und Geschick &#8230;<\/span><\/em><\/p>\n<p><em>Die \u201cklassische Herausforderung\u201d &#8211; das  landl\u00e4ufig als schwierige angesehene, dritte Album &#8211; konnten MADSEN  bereits 2008 mit \u201cFrieden im Krieg\u201d bravour\u00f6s krachend meistern. Das war  kein Problem. Also wollten die Vier diesmal mehr. Die Idee l\u00e4sst sich  eigentlich in einem Wort zusammenfassen. Doch selbst Sebastian Madsen  wagt es zun\u00e4chst nicht, dieses Wort so einfach auszusprechen. Wir  versehen es hier mal in aller Bescheidenheit mit dem entsprechen  Satzzeichen: Es handelt sich um &#8230; Gr\u00f6sse?<\/em><\/p>\n<p><em>Das Gef\u00fchl von  Gr\u00f6sse wie es in einem Stadion allgegenw\u00e4rtig ist. Diese Gr\u00f6sse von  bewegten Ch\u00f6ren. Gr\u00f6sse im Klang, ohne dabei Fett anzusetzen. Grosse  Gitarren. Grosse Worte. Grosse Produktion. Die Gr\u00f6sse einer  eingeschworenen Gemeinschaft. Gr\u00f6sse in jeder Beziehung. Aber vor allem  das Gr\u00f6sste, was das Leben zu bieten hat: das Leben selbst, die Liebe  und eine universelle Umarmung. Das ganze Zeug also, das in den falschen  H\u00e4nden zu monumentalen Kitsch verkommt. Mit so etwas zu arbeiten,  jegliche Peinlichkeit zu vermeiden und bei allem notwendigen \/gerechten  Pathos an keiner Stelle das Ma\u00df zu verlieren, DAS ist eine  Herausforderung!<\/em><\/p>\n<p><em>Wie man an seinen Herausforderungen w\u00e4chst und  dabei \u00fcber sich hinausw\u00e4chst, das zeigt kein deutsches Album der letzten  Jahre deutlicher als \u201cLabyrinth\u201d. Ein Album, so gross wie das  Verlangen, die Welt aus den Angeln zu heben. Die Magie dieses  Unterfangens mag auch damit zusammenh\u00e4ngen, dass wir beim Namen MADSEN  weniger an Stadion-Rock als an schwitzige Keller und durchgebrutze  Verst\u00e4rker denken. F\u00fcr Thees Uhlmann z.B., Tomte-Mastermind und so etwas  wie ein moderner Torw\u00e4chter der Indie-Coolness, war ihr Deb\u00fct das beste  Album, seit er \u00fcber Musik schreibt. Das ist bezeichnend. Obwohl MADSEN  seit Stunde Null bei Universal unter Vertrag stehen, vermittelt ihre  Musik und ihr Auftreten eine Authentizit\u00e4t, die f\u00fcr gew\u00f6hnlich einem  Indieact, gern aus der Hamburger Schule, angedichtet wird. Wo der  Indie-Spirit regiert, herrscht auch oft ein Hang zum Problematisieren.  Die alles entscheidende Frage lautet dann: Darf man das? Spass haben?  Auch mal die Sonnenseiten des Lebens besingen? Hemmungslos auf die Tonne  hauen? Darf man nat\u00fcrlich nicht. MADSEN haben sich einfach das Recht  genommen, es trotzdem zu tun. Vor diesem Hintergrund wird \u201cLabyrinth\u201d  nicht nur vom Mut zur Gr\u00f6sse bestimmt, sondern auch von einer Art der  Befreiung.<\/em><\/p>\n<p><em>Sezieren wir exemplarisch den Titelsong, der das  vierte MADSEN-Album programmatisch er\u00f6ffnet, pr\u00e4sentieren sich bereits  alle wichtigen Motive des Albums. Zun\u00e4chst thematisiert sich hier die  Fortf\u00fchrung dessen, was auch Amerikaner als Teenage-Angst kennen: ein  Gef\u00fchl von zeitloser Orientierungslosigkeit und verwirrter Panik. Letzte  Tanke vor dem Erwachsenenwerden sozusagen. Wir h\u00f6ren Radioger\u00e4usche,  dazu die Worte: \u201cDas ist die Welt, das ist kein Traum, das ist die  Realit\u00e4t. Das ist das Leben, \u00f6ffne die Augen, du solltest sehen, worum  es eigentlich geht.\u201d Aber das ist eben nur der Anfang. Kaum sind die  letzten Worte des Refrains verklungen &#8211; \u201c&#8230; ein Kind, das viel zu leise  nach Freiheit schreit\u201d &#8211; gibt es einen Break, der Geschichte schreibt.  Schweinegitarre, Trommelwirbel und weiter geht es im Takt einer  durchzechten Nacht. Mit dem n\u00e4chsten Break verdreht sich der Song  kurzzeitig zu einem leicht hysterischen Glam-Prog-Monster, das \u201cRaus!  Raus! Raus! Raus! Raus! Raus!\u201d skandiert, bevor es noch mal mit etwas  mehr Effet weitergeht und Sebastian glaubhaft versichert: \u201cDu kannst  fliegen, wenn Du willst. Du kannst fliegen, du kannst fliegen &#8211; \u00fcber  dein Labyrinth.\u201d Dazu gibt es in einem emotionalen Showdown noch mal die  tr\u00f6stliche Kernbotschaft: \u201cWas auch immer geschieht, da ist immer  irgendjemand, der dich liebt.\u201d<\/em><\/p>\n<p><em>Inzwischen ist nicht mehr Zeit  vergangen als ein paar Minuten, auch wenn der Stoff f\u00fcr epische  Spielfilme reichen w\u00fcrde. Genau so soll es auch weitergehen. Das Kleine  reibt sich am Grossen, das Private kollidiert mit dem \u00d6ffentlichen, die  Lust k\u00e4mpft mit der \u00dcberzeugung, und dazu gibt es auch immer wieder  etwas von dem, was die amerikanischen Rasta-Punks Bad Brains mal auf die  Formel \u201cI against I\u201d gebracht haben. Da \u00fcberrascht ein Song wie \u201cMein  Herz bleibt hier\u201d, scheinbar einer ungl\u00fccklichen Liebe gewidmet, im  Refrain mit eher klassenk\u00e4mpferischen Einsichten wie &#8222;Auf den billigen  Pl\u00e4tzen sind die netteren Leute, auf den kleinen Hochzeiten gibt&#8217;s die  sch\u00f6neren Br\u00e4ute, ich schlafe lieber im Zelt als im teuren Hotel, die  sch\u00f6nsten Dinge der Welt bekommt man ohne Geld!&#8220;<\/em><\/p>\n<p><em>In einem  anderen, besonders energischem Song mit dem bezeichnenden Titel  \u201cBlockade\u201d bringt Sebastian das Dilemma auf den Punkt: Auf der anderen  Strassenseite spielen sie Hacky-Sack aber er will nicht mitspielen. Und  wenn dort die Sonne scheint, bleibt er lieber im Schatten. Da gibt es  \u201crichtig geile Second Hand Shops\u201d. Aber so sehr er es auch will, er kann  einfach nicht r\u00fcbergehen &#8211; zwischen ihm und der anderen Strassenseite  \u201cliegen 1000 Kilometer\u201d. Die besondere Qualit\u00e4t von \u201cLabyrinth\u201d ist es,  bei allem Willen zur Gr\u00f6sse und Hang zum Tr\u00f6stlichen genau diese Gef\u00fchle  nicht zu verraten.<\/em><\/p>\n<p><em>Am Ende heisst es im letzten Song auch nicht  \u201cwir werden Sieger sein\u201d sondern \u201cwir werden wie Sieger sein\u201d &#8211; weil es  eben unabh\u00e4ngig vom Ausgang manchmal einfach nur darum geht, es  gemeinsam getan zu haben. MADSEN haben es getan, gemeinsam mit ihrem  Produzenten O.l.a.f. O.p.a.l. haben sie das Album mit dieser komischen  Idee von \u201cGr\u00f6sse\u201d realisiert, es hat sie zwei Jahre gekostet &#8211;  \u201cvielleicht die beste Zeit in unserem Leben\u201d wie sie in einem anderen  Song singen. F\u00fcr viele ist \u201cLabyrinth\u201d ein grandioser Sieg ohne Wenn und  Aber, das beste Album der bisherigen Karriere der Band. F\u00fcr MADSEN  selbst ist \u201cLabyrinth\u201d vor allem ein pers\u00f6nlicher Gewinn. Diese Haltung  macht sie am Ende zu echten Siegern, zu den Siegern der Herzen.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nun ist es offiziell. Am 23.April 2010 wird das neue MADSENalbum &#8222;Labyrinth&#8220; in den L\u00e4den stehen. Dazu schreibt der Musikjournalist Lars Brinkmann: Nur wer eine Herausforderung annimmt, kann sich mit etwas Gl\u00fcck und Geschick sp\u00e4ter \u00fcber einen Sieg freuen. Das muss kein Sieg auf ganzer Linie sein. 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